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„XXL-Harkort Cup“ im Naturfreibad: KC Wetter feierte mit Gästen aus ganz Deutschland das Saisonfinale im Kanupolo

„XXL-Harkort Cup“ im Naturfreibad: KC Wetter feierte mit Gästen aus ganz Deutschland das Saisonfinale im Kanupolo

Wer das warme Spätsommerwetter noch einmal so richtig genießen und dabei reaktionsschnellen, aktionsgeladenen Teamsport auf dem Wasser erleben wollte, kam am vergangenen Wochenende im Freibad am See voll auf seine Kosten. Der Kanuclub Wetter begrüßte dort auf drei Spielfeldern wieder zahlreiche Teams aus ganz Deutschland, um mit dem traditionsreichen wie beliebten Harkort Cup gemeinsam mit Aktiven, Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Gästen den Saisonabschluss im Kanupolo zu feiern. 

 

Dabei war die 39. Auflage des Turniers ein sportliches Großereignis im XXL-Format: Mit 44 Mannschaften in fünf Spielklassen hatten sich so viele aktive Kanupolospielerinnen und -spieler angemeldet wie noch nie zuvor. Insgesamt 304 Sportlerinnen und Sportler waren nach Wetter angereist, um auf dem Wasser ihre Kräfte zu messen und ihr Können zu zeigen – vor allem aber, um über Vereinsgrenzen hinweg gemeinsam ihren Sport zu feiern.

 

„Besonders gefreut haben uns die 56 Anmeldungen in der Spielklasse U12“, so Mark Terstegge, Trainer der 1. Bundesliga-Mannschaft des KC Wetter und des NRW U21-Nachwuchskaders. „Bundesweit werden bisher nur wenige Turniere in dieser jüngsten Spielklasse angeboten. Deshalb war es schön zu sehen, dass gleich acht Mannschaften mit Spielerinnen und Spielern im Alter von sechs bis zwölf Jahren bei uns erste Wettkampferfahrungen sammeln konnten.“

 

Das freute natürlich auch die Wetteraner U12. Dort probieren sich inzwischen zahlreiche „Kanupolo-Minis“ im Polokajak aus – darunter auch der Nachwuchs vieler Damen- und Herrenspieler des KC Wetter. So wächst bereits die übernächste Generation des Vereins in den Sport hinein.

 

Neben der U12 waren die Wetteraner Gastgeber auch mit einer Mannschaft in der U14 und bei den Herren vertreten. Hinzu kamen zwei Mixed-Mannschaften. Während die heimische U12 und U14 jeweils den sechsten Platz belegten, trafen die beiden Wetteraner Mixed-Teams im Kampf um die unteren Platzierungen schließlich direkt aufeinander. Aussicht auf Medaillen gab es dabei zwar nicht mehr, dafür jede Menge Spaß auf dem Spielfeld – und den sah man den Sportlerinnen und Sportlern auch an.

 

Ein Novum gab es in diesem Jahr bei der Wetteraner Herrenmannschaft: Erstmals trat das Team beim Harkort Cup in einer gemischten Besetzung aus Nachwuchsspielern und erfahrenen Bundesliga-Herren an. Nachwuchsspieler Till Blanke erklärt: „Alt und Jung trainieren bei uns immer zusammen. Da ist der Teamgeist für so ein Turnier also schon gegeben.“ Dass neben der guten Stimmung auch die sportliche Leistung stimmte, zeigte sich anschließend im Turnierergebnis: Nach souverän gewonnenen Vorrundenspielen und einem klar dominierten Halbfinale gegen den WSF Liblar sicherten sich die Wetteraner Herren mit einer 3:5-Niederlage gegen „Pinke Mühle“ – eine Mannschaft mit Sportlerinnen und Sportlern aus Liblar bzw. von Rothe Mühle Essen – den zweiten Platz.

 

Zu diesem Erfolg trugen auch die beiden U21-Nationalspieler des KC Wetter, Nils Blanke und Finn Crone, bei. Beide waren erst eine Woche zuvor mit der Bronzemedaille von der Kanupolo-Weltmeisterschaft in Duisburg zurückgekehrt. „Vielleicht hat die zeitliche Nähe zur WM uns auch die größere Anzahl an gemeldeten Teams beschert“, vermutet Till Blanke. „In diesem Jahr sind deutlich mehr Nationalspielerinnen und -spieler zu uns nach Wetter gekommen. Vielleicht wollten alle die Ergebnisse der WM noch einmal gemeinsam feiern.“

 

Und Anlass zum Feiern gab es tatsächlich reichlich: Die deutschen U21-Nachwuchskader der Damen und Herren erkämpften sich in Duisburg jeweils den dritten Platz. Die deutschen Herren sicherten sich bei der Weltmeisterschaft die Silbermedaille, während das deutsche Damenteam - in allen Spielen ausnahmslos ungeschlagen! - den Weltmeistertitel nach Hause holte. 

 

Diese jüngsten Erfolge der Nationalmannschaften sorgten auch beim Harkort Cup für eine besondere Atmosphäre. Insgesamt wurden an dem Wochenende 114 Spiele ausgetragen und dabei beeindruckende 1.224 Tore geworfen. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gab es somit reichlich Gelegenheit, den kraftvollen und technisch anspruchsvollen Teamsport aus nächster Nähe zu erleben. Schnelle Sprints, spektakuläre Torwürfe, beherzte Zweikämpfe und sehenswerte Konter sorgten immer wieder für spannende und kurzweilige Begegnungen.

 

Doch der Harkort Cup ist traditionell weit mehr als ein sportlicher Wettkampf: Zwischen den Spielen wurde gefachsimpelt, gelacht und gemeinsam gegessen, am Samstag Abend auf der Poloparty zu Livemusik getanzt. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer des KC Wetter sorgten dafür, dass es den angereisten Mannschaften an nichts fehlte und auch abseits der Spielfelder eine entspannte und herzliche Turnieratmosphäre entstand. Für viele der teilnehmenden Vereine gehört das Wetteraner Turnier deshalb längst zu den festen Terminen im Kalender.

 

Ein besonderer Dank gilt dabei allen angereisten Mannschaften, den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern sowie den vielen unermüdlichen Helferinnen und Helfern des KC Wetter. Ohne ihren Einsatz – bei Organisation und Aufbau, auf und neben den Spielfeldern sowie bei der Verpflegung – wäre ein Turnier dieser Größe nicht möglich. 

 

Und so endete der 39. Harkort Cup nicht nur mit guten sportlichen Ergebnissen, sondern vor allem mit vielen schönen Erinnerungen und dem guten Gefühl, was Kanupolo ausmacht: kraftvoller Teamsport auf dem Wasser, fairer Wettkampf, Gemeinschaft und jede Menge Spaß.

 

Für den Kanuclub Wetter war dieses XXL-Turnier damit ein rundum gelungener Saisonabschluss nach einem ereignisreichen Kanupolojahr mit zahlreichen nationalen und internationalen Höhepunkten - und zugleich ein Vorgeschmack auf das große Jubiläum: Dass im kommenden Jahr der 40. Harkort Cup in Wetter an den Start geht, dürfte bei allen Kanupolo-Begeisterten schon jetzt für Vorfreude sorgen.